Rayk Amelang

Rayk Amelang, seines Zeichens freischaffender Künstler und zweiter Vorsitzender des KunstvereinGRAZ traf sich mit unserem Redakteur und sprach ganz persönlich und doch auch sehr humorvoll über seinen Werdegang, seine Bilder und die momentane Situation als freischaffender Künstler. Seine Ausstellung „Familienbilder“ war bis zum 16. März im leeren Beutel zu sehen.

Art4Vino: Deine früheren Bilder (vgl. http://www.rayk-amelang.de) waren oft politisch, wenn auch stets mit ironischem Untertitel. In deiner aktuellen Ausstellung ist davon nichts mehr zu finden. Ist das politische bei dir nun privat geworden?

Buff

Buff

R.A.: Bei der jetzigen Ausstellung ist das durchaus richtig. Im Grunde genommen basiert diese auf der Serie „Familiengeschichte“ welche schon sehr persönlich war. Ich hatte damals eine Kiste mit Fami l ienbi ldern gefunden, empfand die als sehr spannend und obwohl die Bilder selbst schon fertig, in meinen Augen schon Kunst waren, habe ich versucht da noch irgendetwas mi t anzufangen. Dass di e Auseinandersetzung damit eben noch nicht zu Ende ist sieht man jetzt in der thematischen Erweiterung durch die „Familienbilder“. Aber das politische ist durchaus noch aktuell, z.B in der „the Future is unwritten“ – Reihe. Die ist politisch, aber stets mit einem Augenzwinkern. Eine dezidiert politische Stellung nehme ich nicht ein. In gewisser Weise, beschäftige ich mich aber auch selbst immer mehr mit meiner Kunst, denke mehr und intensiver darüber nach, und dadurch wird es dann auch privater.

Art4Vino: Indem du dein Inneres, also das Private nach aussen kehrst, oder wie haben wir das zu verstehen?

R.A: Da geht es eher um künstlerische Ansätze, ich habe ja in dem Sinn kein Privatleben. Das vermischt sich immer mehr.

Art4Vino: Du hast kein Privatleben?

R.A.: Was ist schon mein Privatleben? Das ist alles Kunst. Als Künstler bist du immer Künstler. Du gehst ja nicht aus dem Atelier raus und hörst damit auf. Deine Kunst ist dein Privatleben, dein Privatleben ist deine Kunst.

Art4Vino: Dann gibt es bei dir so etwas wie eine private Kunst, eine Kunst jenseits der Öffentlichkeit nicht?

R.A.: Wenn man es genau nimmt, dann ist das wohl die Streetart. Aber es ist jetzt nicht so dass ich Bilder male die ich nicht zeige! Obwohl – ich denke ich würde nie eine Fotoausstellung machen. Zwar fotografiere ich recht gerne, aber ausstellen würde ich das nie. Interview mit Rayk Amelang Rayk Amelang mit „Hänsel und Gretel“

Art4Vino: Warum eigentlich nicht?

R.A.: Ich halt mich nicht für den größten Fotographen!

Art4Vino: Du müsstest der größte sein damit du eine Ausstellung machen würdest?

R.A.: Na ja, in der Malerei ist es wesentlich schwieriger ein Können zu zeigen und irgendjemand besonderes zu sein. Während in der Fotographie mittlerweile jeder, der ein Iphone hat, gute Ergebnisse liefern kann. Da sind selbst die verwackelten Fotos einfach nur geil. Es ist in der Fotographie so schwierig geworden etwas besonderes zu sein, sich hervorzuheben, dass ich wirklich die Lust daran verloren habe und das nur mehr als Hobby betreibe. Ich würde vielleicht einzelne Aufnahmen mit meinen Bildern in einer Ausstel lung kombinieren, aber eine reine Foto-Ausstel lung würde ich höchstwahrscheinlich nicht machen.

Art4Vino: Und das obwohl du beim Halloween Alleycat den ersten Preis für das beste Foto erhalten hast? (http://crustbiketrust.blogsport.eu/2011/11/02/hallwoeen-alleycat-2011)

R.A.: Ja, da habe ich es aber auch drauf angelegt, weil mir klar war dass ich in den anderen Kategorien keine Chance hab.

Art4Vino: Das ist ja aber durchaus eine interessante Sachlage. Du bist Fotograph aus Leidenschaft und deine Malerei, durch die du dich als Künstler definierst, basiert wiederum auf Fotos. Anstatt aber den ursprünglichen Motiven etwas hinzuzufügen nimmst du etwas weg, sparst aus und hinterlässt Leerstellen.

R.A.: Vielleicht ist dass der Grund dafür, dass ich Fotografie nicht so richtig ernst nehmen kann. Weil sie mir mehr als Hilfselemente für meine Bilder dienen. Könnte zumindest sein.

Art4Vino: Hast du immer schon mit Fotovorlagen gearbeitet?

R.A.: Nein, zu Beginn hatte ich noch keine Fotos als Vorlage, aber da habe ich auch noch sehr farbenfroh und bunt gemalt, sehr naiv und ohne wirklichen Inhalt. Das waren so die Anfänge und wir müssten schon gut befreundet sein dass ich dir diese Bilder zeigen würde.

Art4Vino: Das wäre ja sozusagen dann doch deine private Kunst.

R.A.: Ja, obwohl ich die ja durchaus schon ausgestellt hatte.

Art4Vino: Du hast bereits erwähnt, dass du Streetart machst. In deinen Bildern „Streetfight“ und „Buff“ (Streetfight-Serie) setzt du dich nicht nur inhaltlich mit der Streetart auseinander, sondern nimmst auch die Materialien (Aufkleber) und Techniken (Sprühen) auf.

R.A: Da ich ja vom Graffiti, beziehungsweise der Streetart, komme, wollte ich das mal in meiner Kunst verarbeiten. Ich wollte eine Serie haben, die das irgendwie verbindet und daraus entwickelte sich eben die Streetfight-Serie, die ein Versuch war, dieses Verhältnis etwas überspitzt darzustellen.

Art4Vino: Obwohl du eine recht strikte Trennung zwischen Malerei, Streetart und Graffiti machst, kann man durchaus auch in anderen Arbeiten einen gewissen Stilmix erkennen.

R.A: Warum soll ich auch nicht die Technik, die ich mir in meinem Hobby – wie ich das gerne nenne – angeeignet habe, auch in die Kunst einbringen. Ich versuche das immer wieder, will aber eigentlich auch gar nicht dass das so angesprochen wird. Es ist mit Sicherheit so und wahrscheinlich merkt man das auch in meinen Arbeiten, aber mehr soll es auch gar nicht sein. Ich denke auch, dass der Ursprung meiner Arbeiten eher in der Grafik oder der Illustration liegt. Rein vom Bildaufbau sind meine Bilder auch mehr Interview mit Rayk Amelang Illustration als Malerei. Die Flächen sind eher nebeneinander gesetzt als dass ich irgendetwas hervor arbeite.

Art4Vino: Könntest du dich auf ein Gebiet festlegen?

R.A.: Nein, ich denke nicht. Nur Malerei wäre mir zu langweilig. Ich bastele auch ganz gerne, gönne mir meinen Spaß indem ich ab und zu irgendetwas anderes mache. Darum eben auch Streetart und Graffiti. Ich brauche da ein bisschen Abwechslung. Aber im Vordergrund steht auf jeden Fall die Malerei.

Art4Vino: Das Bild „Hänsel und Gretel“ (Familienbilder), zeichnet sich durch ein neues Element aus: Den Aspekt der kindlichen Malerei. Kannst du uns dazu etwas sagen.

R.A.: Dieser Teil ist tatsächlich aus meiner eigenen Kindheit. Ich hab eine Mappe mit Zeichnungen die ich als Fünfjähriger angefertigt hatte. Daraus habe ich eines als Vorlage genommen und versucht es wirklich eins zu eins nachzumalen. Natürlich sind die Farben ein bisschen an das Gesamtbild angepasst.

Art4Vino: Das erinnert mich an deine Installation „Cemetery of Toys“. Stammten die verarbeiteten Objekte auch aus deiner eigenen Kindheit?

cemetery of toys

Cemetery of Toys

R.A.: Leider nicht. Ich selber habe gar nichts mehr aus meiner Kindheit, ausser eben den paar Zeichnungen, die meine Eltern gerettet haben. Wäre da etwas aufgehoben worden, wäre das natürlich hervorragend gewesen. Aber im Grunde sind die Cemeteries nur durch die Erinnerung daran entstanden, was man als Kind hatte und was man als Kind so macht. Dementsprechend habe ich mir dann die Sachen besorgt.

Art4Vino: Es ist mir aufgefallen, dass du bei „Hänsel und Gretel“ Bildzitate aus deinen eigenen Bildern bringst. So lassen sich gewisse Bildausschnitte in verschiedenen Bildern finden.

R.A.: Das ist hier durchaus der Fall. „Hänsel und Gretel “ habe ich aus zwei Originalen entwickelt. Ich versuche nun zunehmend Sachen zusammenzuschneiden und meine Motive dann aus verschiedenen Vorlagen zusammenzusetzen.

Art4Vino: Du hast schon früher die Leinwandrückseiten als Oberfläche genutzt, aber in deiner aktuellen Serie kommt das, wie ich find, besonders stark heraus. Hat das für dich ästhetische oder konzeptionelle Gründe?

R.A.: Na ja, angefangen hatte das mit der Aftermath“ Serie. Davor hatte ich mich schon bei den Öltanker-Arbeiten viel mit Natur auseinandergesetzt und dementsprechend ziemlich oft die Leinwand braun grundiert. Irgendwann stand dann eine Leinwand verkehrt herum und ich habe mich gefragt, warum grundiere ich die eigentlich immer? So ein Quatsch, habe ich mir gedacht, da ziehe ich doch einfach die Leinwand verkehrt herum auf, dann habe ich schon einen ähnlichen Effekt. Das war der eigentliche Ursprung. Daraufhin kam dann „Aftermath“, mit all diesen Grautönen und den starken schwarz-weiß- Kontrasten und es hat sich herausgestellt dass die Leinwandrückseite stilistisch wunderbar dazu passt. Und irgendwann stellte ich fest: Fantastisch, das ist wie mein eigenes Stilmittel. Es kam irgendwie automatisch und ich habe nicht überlegt, ob das jetzt ein Markenzeichen sein könnte.

Art4Vino: Aber jetzt ist es eins?

R.A.: Irgendwie schon. Es hat natürlich seine Vor und Nachteile, so ist es zum Beispiel schwieriger Feinheiten zu malen und auch die Farbdeckung ist nicht so gut. Wenn man Stellen farbig malen will, muss man sie immer noch vorher grundieren. Man muss Kompromisse eingehen, aber dafür gewinnt man etwas Haptisches.

Art4Vino: Und es ist der Gewinn dieses haptischen Elements, das dich die Nachteile in Kauf nehmen lässt.

R.A.: Ja. Auch hier stand die Öltanker-Serie Pate. Ich hatte dabei mit Naturstoffen wie Bitumen oder Blumenerde gearbeitet, habe Mischungen aus Sand Kies und Leim auf die Leinwand aufgebracht und auch Zweige und Blumen aufgeklebt. So ist das Haptische entstanden, das mir damals schon gut gefallen hat und das ich immer noch weiterhin verwenden werde.

Art4Vino: Man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass du zu Gunsten der Haptik die Farben aufgegeben hast.

R.A.: Ich habe damals versucht so wenig wie möglich mit Farben zu arbeiten da sie einfach thematisch nicht mehr gepasst haben. Also habe ich Farben weggenommen und mir überlegt, wie kann ich so was aufbauen? Wie bereits erwähnt habe ich viele verschiedene Techniken ausprobiert und es gab damals dann auch Ausstellungen in Regensburg, in Berlin und in Kassel parallel zur Documenta. Man könnte sagen, seit dieser Serie bin ich freischaffender Künstler.

Art4Vino: Das Farbenfrohe musste also sehr bald raus, aber wenn man jetzt wieder auf deine aktuellen Bilder sieht, stellt man fest, dass du dir ja durchaus eine gewisse Farbigkeit bewahrt hast, auch wenn du sie jetzt sehr provokant einsetzt.

R.A.: Ja, aber ich würde nicht sagen ich habe sie mir bewahrt, sondern ich habe sie mir zurückgeholt. Ich musste sie mir echt schwer zurück erarbeiten. Früher, also z.B bei der Aftermath-Reihe hätte ich mir keine Farben mehr vorstellen können. Dann habe ich aber Interview mit Rayk Amelang Cemetery of Toys doch wieder angefangen ein bisschen hineinzubringen, nur so Farbkleckse, mehr soll es nicht wieder werden.

Art4Vino: Immer wieder hört man, dass, um als Künstler Erfolg zu haben, die eigene Person mit in den Fokus der Aufmerksamkeit gestellt werden muss. Wie stehst du dazu, dass du dich persönlich mit reinnehmen musst?

ölvogel

Ölvogel

R.A. : Je länger ich mich damit beschäftige – ich male seit 98 und seit 99 stell ich aus – umso öfter habe ich festgestellt, dass „die Kunst für sich alleine sprechen zu lassen“ nicht funktioniert. Ich muss präsent sein, muss auf die Leute zugehen, muss in die Galerien gehen. Ich muss vor allem auf potentielle Käufer zugehen sonst habe ich keine Chance. Darum versuche ich diesen Weg zu gehen und komme dabei auch immer mehr aus mir heraus. So etwas, wie der 2. Vorsitz im GRAZ und hinterm Tresen stehen oder auch Fotos machen, hilft da sehr. Bei all diesen Dingen muss man auf die Leute zugehen, reden und präsent sein. Man muss irgendwie aktiv werden wenn man Erfolg haben will. Das unterscheidet den professionellen vom Hobbykünstler. Umso mehr ich mich dabei wirklich um mich kümmere, umso leichter fällt es mir auch selber über meine Arbeiten zu reden. Auch hier macht Übung den Meister.

Art4Vino: Was würdest zu der These sagen, dass erfolgreiche Kunst heutzutage stark vom Prozess der Stilfindung und damit auch Stilbindung des Künstlers abhängt?

R.A.: Ich würde das nicht verallgemeinern. Es gibt immer Leute die sich genau entgegen gesetzt verhalten. Beispielsweise Gerhard Richter, der viele verschiedene Themen und viele verschiedene Stile hat und mit jedem Stil erfolgreich ist: Feldmalerei, abstrakte Malerei, photo-realistische, das Verwischte. Der hat alles und ist dazu noch eine Person, die nicht so groß in der Öffentlichkeit steht, sich da sehr zurücknimmt und trotzdem sehr großen Erfolg hat.

Art4Vino: Er ist quasi die Ausnahme die die Regel bestätigt.

R.A.: Ja, es gibt immer alles. Man braucht großes Glück. Wenn du Glück hast und am richtigen Ort bist, die richtige Person triffst und die irgendwie überzeugst, dann kannst du euch Erfolg haben. Egal ob du mit dem ins Bett steigst, dich nach oben schläfst, oder mit dem saufen gehst oder der es halt gut findet dass du gerade nicht mit ihm gesprochen hast oder der einfach deine Kunst richtig gut findet. Die Kunst selber, befürchte ich, ist tatsächlich gar nicht von so hoher Bedeutung.

Art4Vino: In deiner Beschreibung zur Ausstellung ist mir folgender Satz aufgefallen: Interview mit Rayk Amelang Ölvogel „Ich mag es wenn Dinge nicht auf den ersten Blick erkennbar und verständlich sind.“ Was gibt es denn an deinen Bildern zu verstehen?

R.A.: Also, der Ursprung dieser Aussage ist liegt eigentlich ein wenig anders. Mir ist an mir selbst, aber auch an Leuten die ich beobachtet habe, aufgefallen, dass wenn ich durch Ausstellungen gehe, gehe ich stetig vorbei, insgesamt recht zügig und eine Arbeit hat dann gewonnen, wenn ich stehen bleibe und 5 Sekunden gucke. Das passiert nicht oft, denn ich bin in der Hinsicht ein ziemlicher Banause und sehr kritisch. Das Ziel ist also es zu schaffen, dass die Leute bei mir fünf Sekunden stehen bleiben – mindestens – und gucken. Jetzt ist es natürlich nicht so dass ich vor dem Bild stehe und mich frage, wie schaffe ich das, sondern das ist ein Prozess der mehr oder weniger automatisch geschieht wenn man sich mit seiner eigenen Kunst auseinandersetzt.

Art4Vino: Und wie versuchst du das zu erreichen?

R.A.: In dem ich immer mehr reduziere. Beispielsweise die Gesichter ausspare, beziehungsweise nur andeute. Dadurch wird der Betrachter gezwungen das Bild selbst zu Ende zu malen. Im Grunde gehst du vorbei und das Bild lässt sich nicht sofort erfassen, du musst stehen bleiben und dann malst du es in deinem Kopf selbst zu Ende. Du hast dabei natürlich eine andere Geschichte als ich und das finde ich sehr sehr reizvoll und ich finde das macht auch im Endeffekt meine Kunst aus. Ich selber will ja mit den Familienbildern nicht viel sagen, das ist zumindest nicht mein Anliegen.

Art4Vino: Es geht dir also hauptsächlich um den Effekt des ´Auto – Vervollständigens?

R.A.: Die Leute müssen sich damit beschäftigen, dann entstehen ganz eigene Arbeiten, und sie haben einen eigenen Bezug, den ich gar nicht besser schaffen kann, als wenn sie selbst zu Ende malen.

Art4Vino: Das Interessante ist dabei tatsächlich das Weglassen oder Nicht-dasein. Die Negat ion gewisser Elemente, wie beispielsweise das Fehlen des Gesichtes. Wie gehst du vor, wenn du ein Bild malst?

R.A.: Die Vorlagen entstehen am Computer aber die Negation geschieht erst später. Ich stehe vor der Leinwand und überlege was kann ich weglassen, wobei überlegen schon wieder zu viel gesagt ist. Es kommt wirklich erst beim malen. Das Wissen darum, wo es dann besonders reizvoll ist etwas wegzulassen, kommt mit der Erfahrung!

Art4Vino: Obwohl du also schon intensive Vorbereitungen triffst entsteht das eigentliche Bild eher aus dem Bauch heraus?

R.A.: Das stimmt meistens. Bei der Öltanker-Serie ging dem Malen allerdings eine intensive Recherche voraus. Ich habe ca. 1 Jahr lang alles über Öltanker zusammengesucht. Zum Beispiel habe ich viel darüber gelesen wo Öltankerunglücke waren, welche Tiere betroffen sind, welche ausgestorben sind. Das habe ich alles zum Thema gemacht. Wenn jetzt jemand mit einem Thema auf mich zukäme, sei es für ein Symposium oder eine Ausstellung, dann würde ich es auch wieder genauso machen, aber für mich selbst nicht.

Art4Vino: Wo geht es in der Zukunft hin?

R.A.: Ziel ist es erst mal in Galerien auszustellen und vielleicht sogar als ´Künstler der Galerie` aufgenommen zu werden. Rein Künstlerisch habe ich auch meine Sachen auf die ich hin arbeite. Das Nächste wird im Oktober eine Ausstellung im St.Josefs-Krankenhaus. Letztendliches Ziel bleibt natürlich einmal Geld damit zu verdienen und von der Kunst leben zu können. Dazu muss man in die Galerien.

Art4Vino: Rayk, vielen Dank für das aufschlussreiche Gespräch.

Das Interview führte Nikolas Wollentarski (Art4Vino).

Artist Talk mit Anna Bocek – Nachtrag

Die Galerie Art Affair, die derzeit Werke von Anna Bocek in Regensburg ausstellt, hatte am 25.01.2012 zum „Artist Talk“ geladen. Die Besucher hatten bei dieser Gelegenheit das besondere Vergnügen, angeregte und persönliche Dialoge mit der faszinierenden Künstlerin polnischer Herkunft zu führen.

“All the world’s a stage, and all the men and women merely players.” William Shakespeares berühmtes Zitat scheint sich auch auf Anna Boceks Kunst übertragen zu lassen – zumal ihr das Theater als ihre größte Inspirationsquelle dient. Die gelernte Bühnenmalerin stellt allerdings die Distanz zwischen dem Theater und ihren eigenen Arbeiten auch deutlich heraus. Während sie die Bühnenwelt kritisch hinterfragt, (“Theater is fake. Nothing in theater is real.”), bleibt die Authentizität ihrer eigenen Werke unbestritten. Die ausdrucksstarken Bilder schöner Frauen zeigen deutlich die Faszination der Künstlerin für die dargestellte Person und deren jeweilige Situation. Auch scheinen sie, als intime Momentaufnahmen, auf den ersten Blick die Lebenseinstellung oder Stimmung der abgebildeten Personen festzuhalten, entgleiten dem Betrachter dabei aber zusehends. Die Gesichter wirken zunächst einheitlich und fest, diffundieren aber bereits nach kurzer Zeit in ihre Teilflächen, die für sich gesehen emotionale Akzente setzen, in toto aber wieder Ausdruck einer Interaktion sind.

Tatsächlich malt Anna Bocek oftmals Fotomodelle während eines Shootings. Diese zeichnet – neben einem meist makellosem Körper – vor allem die Fähigkeit aus, eine vordefinierte Rolle einzunehmen. Wir blicken also in eine Maske, in Form der sozialen oder emotionalen Rolle, die das Modell gerade einnimmt, oder einzunehmen versucht. Anna Bocek spielt bewusst mit der Wechselbeziehung zwischen handelnden und zuschauenden Akteuren, indem sie als Regisseurin sowohl die Interaktion zwischen Malerin und gemalter Person beeinflusst, als auch zwischen dem Bild und dessen Betrachter. Damit schafft sie einen malerischen Ausdruck für einen intellektuell-emotionalen Prozess, der schlussendlich auch den Betrachter miteinschließt. Die “creation language” die Anna Bocek in diesem Kommunikationsprozess verwendet, besitzt dabei einen ganz eigenen Duktus, einen individuellen Dialekt, der sich, im Gegensatz zum gesprochenen Wort, einer universellen Sprache – der Sprache der Kunst – bedient.

Interessanterweise befinden sich unter Anna Boceks Werken auch einige Selbstportraits, ebenfalls in modellhaften Posen. Hierum ranken sich bereits die ersten Mythen, wäre es doch angeblich jedem möglich, die Künstlerin auf ihren Bildern zu identifizieren – ohne jene zuvor gesehen zu haben. Gemäß ihrer eigenen Beschreibung sind diese Bilder quasi das Tagebuch der Künstlerin. Demnach projiziert sie ihre intimen Gefühle und Gedanken auf ihr Selbstbildnis, maskiert sie mit jeder Schicht aber auch wieder. In diesem Moment wird die Künstlerin Darstellerin und Publikum zugleich. Dabei erscheint einem die Leinwand als Bühne, jeder Pinselstrich als eigene Szene und der letzte Vorhang fällt erst, wenn das Bild verkauft wurde (“It´s finished when it`s sold.”). Im Abbild ihrer eigenen Rolle dürfen wir hinter ihre Maske blicken und können uns zugleich beim Erfüllen unserer eigene Rolle beobachten. Dieser Akt der Selbsterkenntnis ist dabei für beide Akteure von ungewissem Ausgang und erfordert vielleicht sogar ein wenig Mut. Mit den Worten Anna Boceks: “This is like adventure. Let`s see what happens.”

Aktuelle Werke der Künstlerin Anna Bocek können noch bis zum 03.03.2012 in der Galerie Art Affair, Regensburg, besichtigt werden.

“Ich zwinge den Betrachter zum Verweilen” – Junge Kunst von Stephanie Walter

Stephanie Walter empfängt mich in ihrem Gemeinschafts-Atelier und bevor wir es uns in der kleinen Sitzecke bequem machen, habe ich noch einmal die Gelegenheit den Raum in Augenschein zu nehmen. Der freundlich-unaufgeräumte Raum im obersten Stock des ehemaligen Finanzamtes trägt farbige Spuren an Boden und Wänden, macht dabei aber keinen chaotischen, sondern einen betriebsamen und lebendigen Eindruck. Weil am Wochenende die Heizung zentral ausgeschaltet wird, bleibt ein kleiner surrender Heizlüfter die einzige Wärmequelle. An den drei innengelegenen Wänden hängen sowohl ihre aktuellen Arbeiten als auch die ihrer zwei Kommilitonen. Drei Tische stehen an der Außenwand. Der Mittlere ist der von Stephanie. Neben Skizzenblock, Farben und Werkzeugen liegt darauf eine Ausgabe von Peter Sloterdijks „Kritik der zynischen Vernunft“.

Stephanie Walter mit Art4Vino-Gründer Markus Ottlinger und Andreas Ott (re.) in ihrem Atelier

Art4Vino: Ist das Lesen philosophischer Texte Teil deiner Arbeit oder liegt der Sloterdjik hier aus anderen Gründen?

Stephanie Walter: Das Buch wurde mir schon seit längerem empfohlen und ich habe mir nun vorgenommen es endlich zu lesen. Ob es in meine Arbeit eingeht, kann ich noch nicht sagen, aber schlussendlich wird die ja wiederum durch alles beeinflusst, was ich aufnehme. Das Buch ist auf jeden Fall kein aktives Objekt meiner Recherche, sondern mehr so ein „Nebenbei-Projekt“.

Art4Vino: Ist die intellektuelle Vorbereitung und Recherche für deine Bilder der Punkt, an dem für dich als Künstler die Professionalität beginnt?

Stephanie Walter: Das ist ganz klar themenbedingt. Da gibt es für mich zwei verschiedene Wege. Manchmal arbeite ich absichtlich spontan und ohne Recherche. Das empfinde ich dann als eine Art Schutz. Heutzutage kann man davon ausgehen, dass alles schon mal gemacht wurde. Hat man nichts dergleichen gefunden, dann bedeutet das meist, dass man nicht genügend recherchiert hat. Meistens aber lese ich dann doch eine Menge Texte und betrachte Bilder über das Thema, mit dem ich mich beschäftige. Die ursprünglichen Ideen kommen dabei von allen Seiten.
Ausgangspunkt ist aber immer die eigene Erfahrung, auf die dann verschiedene Reflexionsstufen folgen, die dann wiederum in eine allgemeinere Form und Aussage übertragen werden. Viele Einfälle bekomme ich beispielsweise in kunstgeschichtlichen Vorlesungen und dann verfolge ich diese Ideen auch auf praktischer Ebene.

Art4Vino: Die Abstraktion von deinen persönlichen Erfahrungen ist dir wichtig. Gibt es für dich dann auch ein “persönliches” und “privates” Malen?

Stephanie Walter: Ja, es gibt durchaus ein privates Malen, aber das bleibt bei mir auch ganz strikt privat. Als Künstlerin, die den Begriff auch beruflich begreift, wäre mir ein einzelnes Thema, wie bspw. ein persönliches Trauma, zu wenig. Auch wenn das für andere Künstler auf einer professionellen Basis gut funktionieren kann, entspricht das nicht meinen Vorstellungen davon, wie ich arbeiten möchte. Für mich stehen die Abstraktionen im Mittelpunkt, die ja allerdings auch aus ganz individuellen Erfahrungen entstehen.

Art4Vino: Lass uns ein bisschen konkreter werden. In deinem Bild „Nachleuchten“ verwendest du fluoreszierende Farbe, die bei Dunkelheit in unterschiedlicher Intensität an Leuchtkraft abnimmt und den Betrachter so, wellenartig, in die zunehmende Schwärze des Bildes hineinzieht. Wie bist du auf diese Technik gekommen? [siehe auch: http://stephanie-walter.com/category/projects]

Stephanie_Walter_Nachleuchten_bei_Dunkelheit

Stephanie Walter: Das Ganze war mehr oder weniger das Ergebnis meiner Überlegungen über die menschliche Wahrnehmung –  insbesondere über das Erinnern beziehungsweise den Erinnerungsprozessen, die im menschlichen Gehirn ablaufen. Im Vordergrund stand die grundsätzliche Frage, wie Erinnerungen aktiviert werden. Ich habe mich dann darauf fokussiert, eine Situation zu erfassen, die eher langsam vonstatten geht. Die Wahrnehmung von solchen Prozessen, wie einem Wolkenhimmel, der an einem vorbeizieht, oder einer Meeresbrandung, erfordert ein ganz bewusstes Anschauen – ein “Sich-Einlassen” – das aber bei längerem Betrachten übergeht in ein “Nicht-mehr-bewusstes-Wahrnehmen” der Szenerie.

Art4Vino: Ich dachte jetzt eher daran, dass das eine typische Situation sei, die Menschen nutzen, um ein wenig abzuschalten?

Stephanie Walter: Ja. Aber um abzuschalten, muss man sich erst einmal bewusst auf so einen Prozess einlassen. Was mich interessierte, war die Frage, wie man zeigen kann, dass in so einer Situation Erinnerungen aktiviert werden. Darüber kam ich zu Beschäftigung mit Träumen, einem Zustand in dem die Neuronen im Gehirn nachfeuern oder, wie in meinem Bild, nachleuchten. Ich habe einiges an Literatur über neuronale Prozesse und das Gehirn gelesen, und mich von einem befreundeten Psychologiestudenten beraten lassen: z. B. was, in welchen Regionen im Gehirn stattfindet. Der Ansatz mit der fluoreszierenden Farbe entstand dann als Ergebnis dieser Überlegungen.

Art4Vino: Nun bedarf es ja auch die richtige Voraussetzung, damit das Bild sich entfalten kann? Um es auszustellen, bräuchte man einen Raum, den man abwechselnd beleuchtet - um die Farbe aufzuladen - und verdunkelt, für den Nachleucht-Effekt. Der Betrachtungsprozess ist somit nicht mehr frei, sondern wird geleitet. Auch wird das Bild an sich Teil einer Installation und verliert so auch etwas von seinem autonomen Charakter. Siehst du das ähnlich?

Stephanie Walter: Ich würde sagen nein. Ein wichtiger Aspekt war die Dimension der Zeit, die sich ein Betrachter vor einem Bild nimmt. Mir war es generell immer ein Anliegen, dass Bilder, ähnlich wie ein Musikstück, eine „bestimmte“ Dauer benötigen. Es ist eine Herausforderung einem Ausstellungsbesucher mehr als die statistischen drei Sekunden vor einem Bild abzuverlangen. Bei einem Musikstück kannst du nach drei Sekunden auch nicht behaupten, es zur Gänze zu kennen. Sonst versuche ich das zum einen durch den Inhalt, mit dem der Betrachter sich
auseinandersetzen kann und besonderem Detailreichtum. Er muss immer noch etwas Unerwartetes entdecken können. Anders bei meinem Bild “Nachleuchten”:  Hier zwinge ich den Betrachter sozusagen zum Verweilen, da das Bild in seiner funktionellen Ausrichtung zeitliche Dauer besitzt und man es in verschiedenen Lichtverhältnissen betrachten muss, um es ganz zu erfassen. Es dauert dann materialbedingt ungefähr fünf Minuten, bis sich die aufgeladenen Lichtpunkte wieder entladen haben – und im übertragenen Sinne die Erinnerungen erloschen sind.

Art4Vino: Wirst du in dieser Richtung weiterarbeiten?

Stephanie Walter: In diesem Fall ist sicherlich noch nicht das letzte Wort gesprochen. Im Moment überarbeite ich das Bild noch einmal und ich bin sicher es gibt zu diesem Thema noch einiges herauszufinden, zu experimentieren und nachzudenken. Technischer wie inhaltlicher Art. So denke ich beispielsweise an Anamorphosen, gemalte Installationen, die auch übers Eck gehen könnten. Das erfordert auch eine Umstellung des Betrachters, denn um das Bild komplett erfassen zu können, muss er sich bewegen und muss wiederum Zeit investieren. Allerdings möchte ich nicht, dass es einen „richtigen” Standpunkt gibt. Den soll er gerne mal suchen, aber er darf ihn nicht finden können.

Art4Vino: Warum nicht?

Stephanie Walter: Weil es ihn nicht gibt. Also ich finde zumindest, dass es den nicht gibt. Es hängt immer von der individuellen Einstellung und Erfahrung ab. Du kannst dich nicht rausnehmen. Man soll die Gesamtform erblicken, aber man kann die Dinge nie in ihrer Vollständigkeit erblicken. Darum geht es z. B. auch in der Round-Table-Reihe. Man muss immer in Bewegung sein. Man muss ständig daran arbeiten. Bei einem großformatigen Bild – beispielsweise – betrachtet man zuerst die große Form und dann die Details, oder umgekehrt. Aber man kann nie beides betrachten. Da bleibt stets ein Zweifel.

Art4Vino: Verzweifelst du an der Wirklichkeit oder der Wahrnehmung?

Stephanie Walter: Das lässt sich auch sehr schwer voneinander trennen. Früher habe ich hauptsächlich an meiner Wahrnehmung gezweifelt. Das kam daher, dass ich als Kind vom Arzt attestiert bekommen habe, dass ich nicht 3-dimensional sehen könnte. Obwohl das retrospektiv eine Fehldiagnose war, war ich jahrelang der Überzeugung, dass alle anderen anatomisch bedingt ganz anders sehen würden als ich.

Art4Vino: Wie kam es denn dazu?

Stephanie Walter: Das weiß ich nicht mehr so genau, ist ja auch lang her. Man schloss auf jeden Fall, dass beide Augen nur abwechselnd funktionieren würden, und sich deshalb keine räumliche Sicht eingestellt hätte. Das war dann für lange Zeit meine Superkraft. Die Illusion der 2D-Sicht ließ mich auch glauben dass es mir besonders einfach fallen würde 3-dimensionale Dinge 2-dimensional darzustellen. Und irgendwie war das ja auch so.

Art4Vino: Und wie hast du bemerkt, dass du es doch kannst?

Stephanie Walter: 3D-Kino. Ich hatte zunächst Bedenken in so ein 3D-Kino zu gehen, weil ich ja dachte dass es nicht funktioniert und die Diagnose damit bestätigt wird; aber dann hat es doch funktioniert.

Art4Vino: Jedenfalls hat dir diese Diagnose eine ordentliche Portion Zweifel spendiert, der nun Leitmotiv deiner Arbeit ist. Ein skeptizistisch, experimenteller Zugang zur Frage nach Realität und Wahrnehmung. Kann man das so sagen?

Stephanie Walter: Wenn du so willst. Das 3D-Kino-Erlebnis konnte daran jedenfalls nichts mehr ändern.

Art4Vino: War es eine besondere Anstrengung für deine Art4Vino Kollektion in so einem kleinen Format zu malen?

Round table - Setzen. Sex. Acryl/Öl auf Papier, 8x12 cm

Stephanie Walter: Nein , das war eigentlich kein Problem. Zum einen habe ich früher auch schon in kleinen Formaten gemalt und zum anderen arbeite ich, zusammen mit einem befreundeten Autor, gerade an einer Graphic-Novel und da sind ja ähnlich kleine Formate gefragt wie bei Art4Vino.

Art4Vino: Du hattest 2010 ein Stipendium in Corciano – Italien – bekommen. Erzähl doch mal davon.

Stephanie Walter: Corciano ist im Endeffekt eine tote Stadt in der Nähe von Perugia, die einmal im Jahr von diesem Kunstfestival belebt wird. Es erhalten 10 bedeutende Künstler und 10 Nachwuchskünstler für einen Monat ein Atelier sowie Kost und Logie gestellt und produzieren exklusiv ein Werk für das Festival. Es war das erste Jahr in dem sich das Festival auch europäischen Bewerbern geöffnet hatte und ich hatte nicht nur das Glück dort einen Monat arbeiten und ausstellen zu können, sondern auch noch den ersten Preis für mein Bild „Round Table 1“ zu erhalten.

Art4Vino: Stephanie, wir danken dir für das nette Gespräch.

Das Interview führte Nikolas Wollentarski (Art4Vino). Mehr zu Stephanie Walter auf http://www.art4vino.de/stephaniewalter und http://www.stephanie-walter.com

Art4Vino im World’s Luxury Guide von WELT ONLINE

Ja ist denn schon Weihnachten? Für uns heuer tatsächlich schon etwas früher! Kam doch gestern eine E-Mail der WELT Redaktion mit der Bitte um ein Foto, da der World’s Luxury Guide – also der Luxus-und Lifestyle Guide von WELT ONLINE  – über Art4Vino berichten möchte. Und heute? Gespanntes surfen auf die Website http://besten.welt.de/ - wir suchen im Navigationsreiter Essen & Trinken den Link Wein & Champagner und siehe da angeteasert: “Kunst & Wein: Die Kunst-Etiketten von Art4Vino“.

Und wer sich jetzt etwas Luxus gönnen will, der kann Art4Vino online erwerben auf www.art4vino.de oder vor Ort in der Galerie Art Affair (Regensburg), wo Art4Vino auch ausgestellt wird.

Art4Vino mit Spaßfaktor 10

So urteilt Gourmet Niko Rechenberg (www.gourmetwelten.de) über unseren Chianti Classico von Poggio Al Sole:
“Unser Chianti Classico 2008 mit zwei Frauen auf dem Bild von Tijana Titin (Schweben im Rot) ist herrlich würzig, er versprüht warme Toskana-Düfte, einen Hauch Kirsche, einen Hauch bittere Orangen-Schokolade und Lebkuchen – Spaßfaktor 10″

Das macht Spaß…!

Hier zum Original-Artikel…

Wein mit Kunst schenken – Weihnachten mit Art4Vino

Schon wieder Weihnachten? Für den ein oder anderen kommt auch dieses Jahr Weihnachten wieder überraschend plötzlich. Die Flasche Rotwein zählt dann vor allem bei Männern zu einem der beliebtesten Weihnachtsgeschenke, obwohl man sich nie ganz sicher ist, ob die Freude des Beschenkten angesichts des nicht gerade originellen Präsents gespielt oder echt ist.

Dass selbst Last-Minute-Weihnachtsgeschenke nicht langweilig, einfallslos oder nichtssagend sein müssen, beweist Art4Vino mit seiner Kombination von Kunst und Wein. Anstelle herkömmlicher Etiketten werden bei Art4Vino exklusiv von namhaften Künstlern angefertigte Malereien im Original oder als limitierte Kunstdrucke (Musemusqualität) auf Weine von Spitzenwinzern angebracht. Der Wein wird zur originellen Kunstplattform: Weingenuss als Kunsterlebnis.

Wer also noch Bedarf an einem anspruchsvollen und exklusiven Geschenk hat: www.art4vino.de

 

“Das Extreme spielt in meiner Malerei eine große Rolle” – Uli Pforr im Interview

Uli Pforr hält die Augenblicke des Alltags fest.

Uli Pforr, Jahrgang 1978, wird derzeit am Kunstmarkt als einer der aufstrebenden Nachwuchskünstler Hamburgs gehandelt. Als aufmerksamer Beobachter des großstädtischen Milieus in Hamburg gelingt es ihm mit oftmals groben, schnellen Strichen die Feinheiten des Augenblicks einzufangen und vor den Augen des Betrachters in kraftvoller Lebendigkeit wieder entstehen zu lassen. Das Ergebnis sind eindringliche, teils extreme Charakterskizzen von Personen und Szenarien, die durch ihre Vieldeutigkeit fesseln. In einem Interview gibt uns Uli Pforr einen Einblick in seine Person, seine Gedankenwelt und seine Kunst. →   Weiterlesen

Künstlerin Mo Häusler über “Zwischenstücke”

Passend zur Ausstellung von Mo Häusler gibt uns die Künstlerin in einem von ihr verfassten Artikel einen Einblick in ihre Gedanken zum Thema ”Zwischenstücke”, dem Titel ihrer Vernissage.

“Malerei strotzt vor Zwischentönen, vor Dualität
Sie baut sich auf zwischen Hell und Dunkel, zeigt das hellste Licht, den tiefsten Schatten und alle dazwischen liegenden Nuancen. Sie spannt ihre Energien quer durchs Format, getragen von den Kontrasten. Sie lebt von Farbwerten, trübe oder kreischend. Mal kocht sie hoch, dann gibt sie sich kalt und spröde. Pastose Texturen, dann wieder flüssige Stellen, Linien, die sich zu Schraffuren und Flächen verdichten, Glätte folgt auf strukturierte Ballungen. Wie ein eingespieltes Orchester bereiten sie einander die Bühne. →   Weiterlesen

Regensburger Galerienabend 2011 mit Nachwuchskünstler

Der Regensburger Galerienabend sorgt jedes Jahr für großartige Eindrücke und einen spannenden Abend. Dieses Jahr beteiligen sich – abseits der sonst bekannten Galerien – auch Nachwuchskünstler der Universität Regensburg mit einem eigenen Offenen Atelier:

Die Kunststudenten Fabian Bertelshofer, Iulia Nistor und Stephanie Walter zeigen unter dem Titel “Abkehr vom Jugendbonus” ihre Arbeiten aus dem letzen Jahr.

 

Wann: Samstag 24.09.2011; 18-24 Uhr
Ort: Altes Finanzamt Regensburg, Landshuterstraße 4


Motto
“Flirrende Heuschreckenschwärme, hungrige Zombiehorden, verblassende Erinnerungsfragmente und Visionen bizarrer Endzeitszenarien erobern die großformatigen Leinwände und brechen aus den Farbschichten hervor. Wer nicht kommt, kann ja zum Papst gehen.”

Wer also offen ist für progressive, junge Kunst, für den wird sicherlich im “Abkehr vom Jugendbonus” so einiges dabei sein. Hier die offiziellen Infos zum Regensburger Galerienabend: http://www.regensburger-galerienabend.de/flyer/flyer2011_.pdf

Infos zu Regensburger Galerienabend 2011

Der Regensburger Galerienabend sorgt jedes Jahr für großartige Eindrücke und einen spannenden Abend. Dieses Jahr beteiligen sich – abseits der sonst bekannten Galerien – auch Nachwuchskünstler der Universität Regensburg mit einem eigenen Offenen Atelier:

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